DKP Berlin Nordost http://dkpberlinnordost.blogsport.de Wohngebietsgruppe Lichtenberg/Marzahn-Hellersdorf Wed, 06 May 2015 19:33:16 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Ein Unentbehrlicher http://dkpberlinnordost.blogsport.de/2015/05/06/ein-unentbehrlicher/ http://dkpberlinnordost.blogsport.de/2015/05/06/ein-unentbehrlicher/#comments Wed, 06 May 2015 19:32:47 +0000 Administrator Allgemein http://dkpberlinnordost.blogsport.de/2015/05/06/ein-unentbehrlicher/ Ein Nachruf auf den Genossen Manfred Klunker

Manfred Klunker ist wenige Wochen nach seiner Frau Charlotte im März gestorben. Beide waren wichtige Sympathisanten der DKP und nahmen jahrelang regelmäßig an den Versammlungen der Gruppe Lichtenberg teil. Als Kommunist war Manfred Mitglied der PdL geblieben, weil er meinte, daß er so die Menschen im Wohngebiet Frankfurter Allee Süd besser erreichen konnte.

Er war dort zu Hause, wo er in jungen Jahren als Volkspolizist gewirkt hatte. Später nahm er als Politoffizier der Nationalen Volksarmee auf anderem Gebiet politische Verantwortung in der DDR wahr.

Die Konterrevolution in den sozialistischen Ländern verstand er als das, was sie war – die Vernichtung dessen, was dort aufgebaut und gestaltet wurde. Das betraf auch den Antifaschismus. Dagegen nahm Manfred den Kampf auf und sorgte maßgeblich dafür, daß die Namen der meisten Straßen in der Frankfurter Allee Süd, die Namen von Mitgliedern der Roten Kapelle trugen, erhalten blieben. Für alle seine Vorhaben suchte und fand er Verbündete, mit denen er gemeinsam den Kampf gegen die Widerstände aufnahm. Zum 8. Mai unternahmen sie alljährlich die Nelkenaktion, an der sich auch unsere Genossin Erika Baum beteiligte: An den Straßenschildern im Kiez wurden zum Tag der Befreiung rote Nelken angebracht.

Im Jahr 2001 wurde auf Initiative von Manfred ein kleines bescheidenes Denkmal für die Mitglieder Roten Kapelle eingeweiht, bei dem Schüler der Mildred Harnack Oberschule einen inhaltlichen Beitrag leisteten. Manfred, der vorher einige Genossen der Widerstandsgruppe auch im Anstoß vorstellte, war sich bewußt, daß der Text auf der Rückseite des Denkmals mit dem antistalinistischen Credo nicht unsere Sache ist. Dennoch war er mit Recht zufrieden, daß sich der Kampf darum gelohnt hatte.

Besonders hervorzuheben ist, daß er es erreicht hatte, eine Gedenktafel für den Pfarrer der Gemeinde von 1900 bis 1902 an der St. Mauritius Kirche anzubringen. Es handelte sich um Bernhard Lichtenberg, der später Dompropst war und sich deutlich gegen den Faschismus und die damit verbundene Judenverfolgung äußerte. Er starb schwerkrank 1943 auf dem Weg ins KZ Dachau. Angesichts des kirchlichen Antikommunismus ist es außergewöhnlich, daß sich auf Initiative von Manfred anläßlich der Einweihung der Tafel Kommunisten und Christen zu einer Andacht in der Kirche versammelten.

Manfred Klunker war ein Kämpfer. Er war streitbar und konnte sehr unbequem sein. Mancher seiner Gegner konnte ihm dennoch die Achtung nicht verweigern.

Für uns und unsere Sache war er unentbehrlich.

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Rückbenennung der Straße Alt Friedrichsfelde in Straße der Befreiung http://dkpberlinnordost.blogsport.de/2015/05/06/rueckbenennung-der-strasse-alt-friedrichsfelde-in-strasse-der-befreiung/ http://dkpberlinnordost.blogsport.de/2015/05/06/rueckbenennung-der-strasse-alt-friedrichsfelde-in-strasse-der-befreiung/#comments Wed, 06 May 2015 19:28:25 +0000 Administrator Allgemein http://dkpberlinnordost.blogsport.de/2015/05/06/rueckbenennung-der-strasse-alt-friedrichsfelde-in-strasse-der-befreiung/ Auf der BVV Sitzung Lichtenberg am 19. März hat die Fraktion Die Linke den Antrag gestellt, die Straße Alt Friedrichsfelde wieder in Straße der Befreiung zurückzubenennen. Der Name wurde 1992 gestrichen. Das in demselben Jahr, in dem dem sowjetischen Stadtkommandanten Nikolai Bersarin die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin aberkannt wurde. Diese Entscheidung mußte 2003 zurückgenommen werden.

Genossin Rosi Heyer begründete den Antrag besonders mit ihrem persönlichen Erleben als neunjähriges Kind. „Die Soldaten der Roten Armee haben auch mein Leben durch tägliche Essengabe gerettet.“ Sie zog daraus den Schluß: „Kaum einer von Ihnen hat einen Krieg erlebt – das soll auch so bleiben. … Vielleicht verstehen Sie jetzt besser, warum ich eine würdige Ehrung unserer Befreier durch den Straßennamen gut finden würde. Auch den vielen Opfern unter den Soldaten der Roten Armee wird damit Rechnung getragen.“

Wie zu erwarten war, löste der Antrag Diskussionen und Reaktionen aus. Die Nazis hatten bereits vorher den Raum verlassen. Als erster Erfolg ist zu bewerten, daß er in den Kulturausschuß verwiesen wurde, der am 5. Mai um 19 Uhr im Rathaus öffentlich tagt. Um dafür eine Diskussion in der Bevölkerung in Gang zu bringen, fand auf Initiative der Linkspartei am 21. April an dem Ort der damaligen sowjetischen Kommandantur eine symbolische Rückbenennung der Straße statt. Etwa 50 Genossinnen und Genossen der Linkspartei, der VVN, der GRH und der DKP anwesend. Erika Rathmann zog als Lehre aus der Geschichte unter anderem den Schluß unserer Verantwortung für die junge Generation. Die Bundestagabgeordnete Gesine Lötzsch machte darauf aufmerksam, wie schwer sich die BRD von Anfang an damit getan hat, den 8. Mai als Tag der Befreiung anzuerkennen. In diesem Zusammenhang nannte sie als große Ausnahme den Namen vom Richard von Weizsäcker.

Ein Herr Schupelius vom Springerkonzern machte im Zusammenhang der Rückbenennung darauf aufmerksam, daß es in den östlichen Bundesländern noch immer mehr als 600 Straßen gibt, die nach Ernst Thälmann benannt wurden. „Sie haben alle einen neuen Namen verdient. Das wäre ein wirklicher Akt der Befreiung. Denn Thälmann war KPD-Chef und wollte Deutschland in eine kommunistische Gewaltherrschaft verwandeln, bis er selbst von den Nazis gejagt und ermordet wurde.“

Es bleibt abzuwarten, wie die BVV Lichtenberg entscheiden wird.

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Ernst Busch und die Würde des Kommunisten http://dkpberlinnordost.blogsport.de/2015/01/24/ernst-busch-und-die-wuerde-des-kommunisten/ http://dkpberlinnordost.blogsport.de/2015/01/24/ernst-busch-und-die-wuerde-des-kommunisten/#comments Sat, 24 Jan 2015 12:21:32 +0000 Administrator Allgemein http://dkpberlinnordost.blogsport.de/2015/01/24/ernst-busch-und-die-wuerde-des-kommunisten/ Ernst Busch Veranstaltung

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300 Teilnehmer bei Jahrestag der illegalen ZK-Tagung der KPD http://dkpberlinnordost.blogsport.de/2014/02/10/300-teilnehmer-bei-jahrestag-der-illegalen-zk-tagung-der-kpd/ http://dkpberlinnordost.blogsport.de/2014/02/10/300-teilnehmer-bei-jahrestag-der-illegalen-zk-tagung-der-kpd/#comments Mon, 10 Feb 2014 21:31:44 +0000 Administrator Allgemein http://dkpberlinnordost.blogsport.de/2014/02/10/300-teilnehmer-bei-jahrestag-der-illegalen-zk-tagung-der-kpd/ Jahrestag der illegalen ZK-Tagung der KPDAm Sonntag, den 9. Februar 2014, erinnerten rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Ziegenhals an den 81. Jahrestag der illegalen ZK-Tagung der KPD. An der Kundgebung, die vom Freundeskreis „Ernst-Thälmann-Gedenkstätte“ e.V. Ziegenhals organisiert wurde, beteiligten sich auch zahlreiche Mitglieder der DKP Lichtenberg/Marzahn-Hellersdorf. Nationale und internationale Redner mahnten, auch heute den Kampf gegen aufkeimenden Faschismus im Geiste Ernst Thälmanns zu führen.

Jahrestag der illegalen ZK-Tagung der KPDAm Ort der Tagung in Ziegenhals erinnert heute ein Gedenkstein an die letzte von Ernst Thälmann geleitete ZK-Sitzung, nachdem 2010 die 1953 errichte Gedenkstätte geschändet und abgerissen wurde. Mit regelmäßigen Kundgebungen bleibt die Erinnerung in Ziegenhals dennoch lebendig. Die nächste Kundgebung soll voraussichtlich am 27. April 2014 aus Anlass des 128. Geburtstags Ernst Thälmanns stattfinden.

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Aufruf zur Teilnahme an der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration 2014 http://dkpberlinnordost.blogsport.de/2013/12/11/aufruf-zur-teilnahme-an-der-liebknecht-luxemburg-demonstration-2014/ http://dkpberlinnordost.blogsport.de/2013/12/11/aufruf-zur-teilnahme-an-der-liebknecht-luxemburg-demonstration-2014/#comments Wed, 11 Dec 2013 20:42:14 +0000 Administrator Allgemein http://dkpberlinnordost.blogsport.de/2013/12/11/aufruf-zur-teilnahme-an-der-liebknecht-luxemburg-demonstration-2014/ „Liebknecht kämpfte für uns alle“, schrieb Rosa Luxemburg, als man ihn nach der berühmten Maidemonstration 1916 auf dem Potsdamer Platz verhaftet hatte. „… Er hat gezeigt, dass man auch in Deutschland für seine sozialistische Überzeugung mit dem ganzen Menschen einsteht.“

Dieser Überzeugung, für die Rosa und Karl von der Reaktion ermordet wurden, fühlen wir uns unverändert verpflichtet. Wir gedenken ihrer mit unserer Demonstration im Rahmen der Luxemburg-Liebknecht-Ehrung am 12. Januar 2014. Es ist das Jahr, in dem sich der Beginn des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal jährt.

1914 hatte Karl Liebknecht im Reichstag als einziger gegen die Kriegskredite gestimmt. Und Rosa Luxemburg stellte im selben Jahr fest: „Dass es die herrschenden Klassen sind, die allzumal zu Katastrophen treiben, dafür ist Deutschland heute ein klassisches Beispiel.“

Diese Einschätzung des Systems der Profitmaximierung fand im Faschismus und dem von Hitlerdeutschland nur 25 Jahre später mit dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 ausgelösten Zweiten Weltkrieg, fand im Völkermord an jüdischen Menschen, Slawen sowie Sinti und Roma seine unfassbar grauenerregende Bestätigung.

„Wir brauchen keine Katastrophen“, hatte Rosa Luxemburg formuliert. Auch heute benötigen wir diese nicht. Wir brauchen keine Militärinterventionen. Nicht in Syrien, nicht in Mali, nicht im Iran. Nirgendwo. Wir brauchen keine Bundeswehrsoldaten in Afghanistan, in der Türkei oder andernorts. Wir brauchen keine Drohnenmorde und keine Rüstungsexporte. Wir brauchen keine zig millionenfache Spitzelei durch NSA, BND und andere Geheimdienste, die die bürgerliche Demokratie zur Farce werden lassen. Wir brauchen keine Nazis und nicht deren in Krisenzeiten besonders gefährliche soziale Demagogie. Wir brauchen keinen Rassismus, keinen antimuslimischen, keinen Antisemitismus und keinen Antiziganismus. Wir brauchen keinen stetig wachsenden Sozialabbau, und nicht die damit einhergehenden Entwürdigungen von Millionen Menschen. Wir brauchen keine Rettungsschirme für Banken.

Wir – Linke verschiedenster Strömungen – demonstrieren friedlich gegen Kriege, für Menschlichkeit und Internationalismus – für eine solidarische, friedliche und sozial gerechte Welt.

12. Januar 2014 um 10.00 Uhr vom U-Bhf. Frankfurter Tor zur Gedenkstätte der Sozialisten in Friedrichsfelde

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Veranstaltung „Im Osten nichts Neues“ http://dkpberlinnordost.blogsport.de/2013/11/22/veranstaltung-im-osten-nichts-neues/ http://dkpberlinnordost.blogsport.de/2013/11/22/veranstaltung-im-osten-nichts-neues/#comments Fri, 22 Nov 2013 18:45:10 +0000 Administrator Allgemein http://dkpberlinnordost.blogsport.de/2013/11/22/veranstaltung-im-osten-nichts-neues/ „Im Osten nichts Neues“ – Zur wirtschaftlichen und sozialen Situation in Ostdeutschland

mit dem Vizepräsidenten des OKV, Dr. Klaus Blessing.

Mit Referat und Diskussion soll nach der Notwendigkeit einer Politik des Widerstands in Ostdeutschland gefragt werden.

Donnerstag, 5. Dezember, 18.oo Uhr
ND-Gebäude, Fr.-Mehring-Platz 1, Seminarraum 7

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Veranstaltung „Der antiimperialistische Kampf des syrischen Volkes“ http://dkpberlinnordost.blogsport.de/2013/11/06/der-antiimperialistische-kampf-des-syrischen-volkes/ http://dkpberlinnordost.blogsport.de/2013/11/06/der-antiimperialistische-kampf-des-syrischen-volkes/#comments Wed, 06 Nov 2013 16:28:23 +0000 Administrator Allgemein http://dkpberlinnordost.blogsport.de/2013/11/06/der-antiimperialistische-kampf-des-syrischen-volkes/ Im Rahmen unseres Bildungsprogramms wird

der Sprecher des Komitees der arabischen Antifaschisten
in Europa S a i d D u d i n

zum Thema

Der antiimperialistische Kampf des syrischen Volkes

referieren.
Nach dem Referat ist die Gelegenheit gegeben, über die politischen und militärischen Vorgänge in Syrien und die Positionen der politischen Kräfte
in der Bundesrepublik zu diesen Vorgängen zu diskutieren.

Zu dieser öffentlichen Veranstaltung sind alle Interessierten herzlich eingeladen.
Sie findet am

Donnerstag, dem 7. November 2013 im Gebäude des ND,
Seminarraum 7, Beginn 18.oo Uhr,

statt.

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Einladung für Neonazis http://dkpberlinnordost.blogsport.de/2013/08/24/einladung-fuer-neonazis/ http://dkpberlinnordost.blogsport.de/2013/08/24/einladung-fuer-neonazis/#comments Sat, 24 Aug 2013 00:05:54 +0000 Administrator Allgemein http://dkpberlinnordost.blogsport.de/2013/08/24/einladung-fuer-neonazis/ Rassisten belagern Flüchtlingswohnheim, Politiker nennen das Demokratie

„Willkommen in Mahrzahn-Hellersdorf, dem Ort der Vielfalt“ heißt es auf der offiziellen Internetseite des Berliner Bezirks. Hier leben etwa 250000 Menschen – davon sind 186 auf der Suche nach Asyl. Für sie wurde nun eine neue Sammelunterkunft eröffnet. Dagegen hatten Neofaschisten seit Monaten Stimmung gemacht. Mit Erfolg.

Am 20. August, dem Tag des Einzugs der ersten 42 Flüchtlinge, darunter Familien mit kleinen Kindern, forderte der Berliner Flüchtlingsrat, die Belegung des Heims auszusetzen, weil es kein tragfähiges Sicherheitskonzept gebe. Nach drei Tagen verließen sechs Flüchtlinge – die meisten von ihnen kommen aus den Kriegsgebieten Afghanistans und Syriens – aus Angst die Unterkunft.

Nur Terror,
keine Straftaten …

Seit sie eingezogen sind, wird das Haus von rechten Gestalten umlagert. Nachts huschen Vermummte an den Fenstern vorbei. Vor der Tür werden die Bewohner von einem Wahlplakat der NPD mit den Worten „Gute Heimreise“ begrüßt. Am Tag nach dem Einzug durfte die neofaschistische Partei eine Kundgebung direkt vor dem Haus abhalten. Von den Teilnehmern waren aus Behördensicht »keine erheblichen Straftaten« zu erwarten, daher war ein Verbot erst gar nicht erwogen worden.

CDU-Sozialsenator Mario Czaja ficht das alles nicht an: „Wir belegen diese Einrichtung weiter“. Auch Politiker von SPD und Grünen sind der Meinung, da müsse man jetzt durch. Vor den Neonazis dürfe man nicht klein bei geben. Das sei das völlig falsche Signal. Richtig, aber dann darf man es soweit nicht kommen lassen. Was in Hellersdorf passiert und nun die Öffentlichkeit im ganzen Land und darüber hinaus erregt, war absehbar. Dem Treiben der Neofaschisten ist seit ihrem Auftreten auf einer Bürgerversammlung kein Riegel vorgeschoben worden. Im Gegenteil.

Der Vorschlag der Integrationsbeauftragen, ein Demonstrationsverbot, eine Bannmeile, vor dem Haus zu schaffen, wurde empört zurückgewiesen: Die Versammlungsfreiheit sei ein hohes Gut. Die „Angstkampagnen“ von Rechtsextremisten dürften nicht zu „weniger Demokratie“ führen. Es solle keinesfalls der Eindruck entstehen, dass der Staat bestimme, wer in Zukunft wogegen oder wofür demonstrieren dürfe, sagte CDU-Innensenator Henkel. Die Einladung wurde dankend angenommen.

Bereits am nächsten Tag rief die Rassisten-Partei „Pro-Deutschland“ ihre Anhänger vor das Heim. Zwar standen den Volksverhetzern eine große Anzahl von Antifaschistinnen und Antifaschisten gegenüber und inzwischen gibt es auch eine Dauermahnwache von Unterstützern der Flüchtlinge. Dennoch: Dieser „Ort der Vielfalt“ ist für die Flüchtlinge kein Ort zum Verweilen. Die Bilder und Kommentare von Nachbarinnen und Nachbarn – „die sollen hier weg“ – erinnern unweigerlich an Rostock Lichtenhagen vor 20 Jahren. Sofort wankt einem der Jogginghosenmann mit Hitlergruß wieder durch den Kopf.

Rostock
lässt grüßen

Damals wurde im Licht der brennenden Flüchtlingsunterkünfte das Asylrecht abgeschafft. Heute warnt Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) vor „Polit-Tourismus“ in Mahrzahn-Hellersdorf. Man solle die Flüchtlinge in Ruhe lassen. Gemeint sind offenbar Rechte und Linke gleichermaßen.

Der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach fordert einen bundesweiten Krisengipfel. Was kann dort ausgehandelt werden, um die Ruhe wieder herzustellen? Mehr Geld zur Sicherung der EU-Außengrenzen, bessere Bewaffnung für die militärische Abschottung durch die Bundesagentur Frontex? Schnellere Abschiebungen und Asylbewerberheime außerhalb der Städte? Oder gleich alle in Abschiebeknäste sperren? Ja, das wäre eine saubere Lösung. Einmal mehr, sind die Neofaschisten von NPD bis „Pro Deutschland“ Stichwortgeber für die reaktionäre Politik.

Dabei wäre die Sache recht einfach. Statt Sammellagern brauchen die Flüchtlinge bezahlbare Wohnungen. Sie brauchen Arbeit und Bewegungsfreiheit. Das sind zentrale Forderungen der protestierenden Flüchtlinge am Oranien-Platz in Kreuzberg und in vielen weiteren Städten. Sie gilt es, gemeinsam durchzusetzen.

Wera Richter

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Wer wir sind & was wir wollen http://dkpberlinnordost.blogsport.de/2013/07/10/wer-wir-sind-was-wir-wollen/ http://dkpberlinnordost.blogsport.de/2013/07/10/wer-wir-sind-was-wir-wollen/#comments Wed, 10 Jul 2013 13:39:35 +0000 Administrator Allgemein http://dkpberlinnordost.blogsport.de/2013/07/10/wer-wir-sind-was-wir-wollen/ Die Mitglieder der Landesorganisation Berlin der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) sind in sechs Stadtbezirksgruppen und einer Betriebsgruppe organisiert. Sie beteiligen sich an Kampagnen für die Verteidigung der Interessen der Berliner – an den Aktionen des Berliner Wassertisches, gegen Zwangsräumungen und Mieterhöhungen, aber ebenso an den zahlreichen Aktivitäten gegen die Umtriebe der Neo-Faschisten in der Stadt.

Die Gruppe Lichtenberg/Marzahn-Hellersdorf hat ihren politischen Schwerpunkt in Lichtenberg, ist aber auch in den beiden anderen Bezirken aktiv.
Zu den Mitgliedern gehören junge und alte Genossen – Arbeiter, Rentner, Erwerbslose, Studenten und Auszubildende.

Uns eint die Überzeugung, dass die gesellschaftlich und menschlich relevanten Probleme nur dadurch gelöst werden können, dieses kapitalistische System zubeseitigen. Gemeinsam kämpfen für unser Ziel, den Sozialismus.
Die Geschichte zeigt, dass das nicht einfach zu erreichen ist und auch mit gravierenden Rückschlägen verbunden sein kann, was wir insbesondere seit der Konterrevolution 1989 erleben.
Wir blicken auf mehr als 70 Jahre Sozialismus in Europa zurück. Trotz der antikommunistischen Bemühungen gelingt es den Vertretern des Kapitals nicht, diese Geschichte auszulöschen. Der Kampf für eine bessere Welt kann hier nicht enden.

Gegenwärtig sehen wir folgende Aufgabenschwerpunkte:

    In Berlin erleben wir eine ständig wachsende und das menschliche Leben zerstörende Armut. Sie wird in diesem reichen Land von den bürgerlichen Parteien heruntergespielt. Allein in unserer Stadt leben tausende Hartz IV- Empfänger ohne und mit Arbeitsverhältnis mit der Sorge um die eigene und die familiäre Existenz.
    Diese soziale Problematik wird von den alten und neuen Faschisten benutzt, um ein stabiles Hinterland für den deutschen Imperialismus zu schaffen.
    Als Pendant dazu wird ein mächtiger ideologischer Apparat in Bewegung gesetzt, um gesellschaftliche Alternativen im Keim zu ersticken. Dazu gehört der Antikommunismus, der sich im Stadtbezirk Lichtenberg auf besondere Weise austobt.

In unserem täglichen Kampf gegen die faschistischen Gefahren, den Antikommunismus und dem damit verbundenen Sozialabbau sind unsere Partner viele Mitglieder u. a. der Linkspartei und der VVN-BdA, die SDAJ, die KPD, die Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung (GRH) und die Gesellschaft für Bürgerrecht und Menschenwürde (GBM).

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